Modul 5c – Kompetenzen und Lernen

  
 Was ist Kompetenz?
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Eine Berufsausbildung soll zu einer beruflichen Handlungsfähigkeit führen. Der Auszubildende entwickelt innerhalb eines bestimmten Fachgebietes Kompetenzen. Er entwickelt Kompetenzen, indem er sich mehr Wissen aneignet (insbesondere in der Berufsschule) und indem er mehr Fertigkeiten und Fähigkeiten erhält, die vor allem im Betrieb vermittelt werden.

Man unterscheidet drei Kompetenzbereiche:
  • Fachkompetenzen
  • allgemeine Kompetenzen
  • persönliche kompetenzen
Eine Fachkompetenz kann zum Beispiel sein, dazu imstande zu sein, verschiedene Arten von Werkzeugen innerhalb eines Fachbereichs korrekt anzuwenden.

Auch allgemeine Kompetenzen, wie zum Beispiel Berechnungen vornehmen und Texte schreiben zu können, gehören in die Gruppe der fachlichen Kompetenzen.

Eine persönliche oder individuelle Kompetenz kann zum Beispiel sein, dass man dazu imstande ist, Kollegen und Kunden auf eine positive Art zu begegnen. Damit eng verbunden sind soziale Kompetenzen (Umgang mit anderen) und methodische Kompetenzen, zum Beispiel die Entwicklung eines Flyers, der durch seine ungewöhnliche Aufmachung das Kundeninteresse weckt.
  
 Die betriebliche Lernspirale
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Der Auszubildende kann während seiner Ausbildung schrittweise immer mehr. Es hängt von der Branche und vom Ausbildungsverhältnis ab, zu welchem Zeitpunkt seine Leistungen der einer vollwertigen Arbeitskraft entsprechen. Aber am Ende seiner Ausbildung hat er das Niveau einer Fachkraft erreicht.

Diese Entwicklung kann man anhand einer Spirale beschreiben:

Am Anfang der Ausbildung
befindet sich der Auszubildende eher „an der Seitenlinie" (außen an der Spirale). Das bedeutet, er schaut zu, geht zur Hand und löst Routineaufgaben. Besonders während dieser Periode riskiert der Betrieb einen Ausbildungsabbruch, da die vielen Routineaufgaben zum Motivationsverlust führen können.

Etwas weiter in der Ausbildung hat der Auszubildende neue Kompetenzen entwickelt und kann größere Verantwortung übernehmen. Er bewegt sich langsam in Richtung Mitte der Spirale. Die Aufgaben werden komplexer und schwieriger. Dies stellt weitere Anforderungen an die Kompetenzentwicklung.

Am Ende der Ausbildung nähert der Azubi sich dem Facharbeiterniveau. Er befindet sich in der Arbeitsgemeinschaft gleichwertig mit dem Fachpersonal. Er hat sich in das Zentrum der Spirale bewegt.

5 – Lernprozesse

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